Seminar 31.1.–01.02.19: Flüchtlinge in Deutschland – Herausforderungen in der Arbeit mit geflüchteten, psychisch belasteten Menschen

Die Flüchtlingswelle ist mittlerweile abgeebbt, die Phase der Akutversorgung abgeschlossen. Viele Menschen, die in den letzten Jahren nach Deutschland fliehen mussten, sind nun dauerhaft in den psychosozialen Hilfesystemen präsent. In den Trauma- und Suchtberatungsstellen, bei Ärzten, in den Kindergärten und den Schulen und ebenso in den Jobcentern und Verwaltungen. Sie müssen mittel- und langfristig in unsere Gesellschaft integriert werden, und das in einer Zeit, in der Flüchtlingen immer häufiger mit Misstrauen, Stigmatisierung, Ablehnung oder Feindseligkeit begegnet wird.

 

Menschen, die fliehen mussten, sind infolge der Fluchtursachen, aber auch aufgrund der Erfahrungen, die sie auf der Flucht gemacht haben, psychisch belastet, sie haben Angst, stehen unter Stress, trauern und sind traumatisiert. Eine adäquate pädagogische oder psychologische/therapeutische Behandlung erhalten nur Wenige.

 

Der Alltag vieler Geflüchteter ist zudem geprägt von dem Leben in Sammelunterkünften, einer unklaren Zukunftsperspektive, der Angst um in der Heimat verbliebene Familienmitglieder, Beschäftigungslosigkeit, der Unsicherheit wegen des ungeklärten Aufenthaltsstatus. Dazu kommen die mittlerweile offen erlebte Ablehnung und Übergriffe aus Teilen der Bevölkerung und der Politik.

 

Die Herausforderungen, vor die die Menschen gestellt werden, die beruflich oder ehrenamtlich mit Flüchtlingen arbeiten, aber auch die Risiken, denen sie selbst ausgesetzt sind, sind vor diesem Hintergrund enorm. Unterstützung im Alltag, die Integration der Menschen, der Umgang mit den belastenden Ereignissen, Sprachbarrieren usw. sind nur einige Themen, mit denen die verantwortlich Tätigen täglich konfrontiert sind. Dies kann auf Dauer zu Frustration, Erschöpfung und Überforderungsgefühlen führen oder gar in Feindseligkeit der Klientel gegenüber umschlagen.

 

Das zweitägige Seminar richtet sich an Mitarbeiter von Behörden und Beratungsstellen, Jugendämtern und Flüchtlingsunterkünften, Lehrkräfte und ehrenamtliche Helfer.

 

Weitere Informationen zu Inhalten, Anmeldung und Kursgebühr finden Sie hier.

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